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TNS-Emnid-Studie: Zuhause – auch in der mobilen Gesellschaft nach wie vor sehr gefragt

  • Zweiter Teil der Emnid-Befragung mit den Schwerpunkten: Personen im Haushalt, Einkommen, Berufstätigkeit und Regionen

  • 73 Prozent der 3- und 4-Personen-Haushalte genießen die Nähe zu ihren Liebsten

  • Für die Bremer (94 %) und Hamburger (73 %) rangiert das Wohlfühlen im eigenen Heim ganz oben

Bochum, 12.10.2017. „Zuhause ist da, wo deine Freunde sind, hier ist die Liebe umsonst”, der deutsche Popsänger Adel Tawil, auch bekannt durch das Duo Ich + Ich, brachte das Gefühl von Heimat in seinem erfolgreichen Hit „Zuhause” perfekt auf den Punkt. Kein Wunder, dass sich der Song lange in den deutschen Charts hielt und auch heute noch für Gänsehaut-Feeling sorgt.
Er beschreibt einen emotionalen Zustand, den wir alle kennen.
Beinahe jeder Mensch sucht nach einem Ort, an dem er bedingungslos angenommen wird, sich fallen lassen kann und geliebt wird. Wir sehnen uns nach Geborgenheit, die uns umhegt und in
Sicherheit wiegt.

Familiensinn wird immer noch großgeschrieben

Das eigene Heim wissen vor allem Familien sehr zu schätzen. Das ergab eine repräsentative Verbraucherumfrage, die Vonovia, eines der führenden deutschen Wohnungsunternehmen, bei TNS-Emnid in Auftrag gegeben hat. Während im ersten Teil der Umfrage Alter, Geschlecht und Bildung im Fokus standen (http://bit.ly/2y1RwRK), konzentriert sich der zweite Teil auf Personen im Haushalt, Einkommen, Berufstätigkeit und Regionen. Demnach genießen 73 Prozent der 3- und 4-Personen-Haushalte die Nähe zu ihren Liebsten. Erst dann fühlen sie sich so richtig zu Hause. Allerdings gehört auch die Behaglichkeit zu einem heimeligen Gefühl dazu. Vor allem die 3-Personen-Haushalte legen mit 63 Prozent Wert auf eine Wohlfühlatmosphäre in den eigenen vier Wänden.

Die eigene Wohnung spielt besonders bei den Singles (47 %) und Paaren (48 %) eine Rolle, wenn es darum geht, seine Vorstellung von Zuhause zu definieren. Kinderlose Familien und Alleinlebende haben oft ein höheres Einkommen – können sich also geräumige Wohnungen sowie eine schöne Einrichtung leisten und legen auch Wert darauf. Zwar gehören vertraute Menschen auch in dieser Gruppe dazu, sind aber nicht so existenziell wichtig, wie bei den Familien.

Geld verändert die Sicht der Dinge

Interessant ist auch ein Blick auf die Einkommensverhältnisse und wie sie sich auf die Vorstellungen rund um ein Zuhause auswirken. So gehören zum Beispiel nur für rund ein Drittel der Geringverdiener mit unter 1.000 Euro Nettoeinkommen liebgewordene Menschen zum Heimeligfühlen dazu. Das sieht bei allen anderen Einkommensklassen deutlich anders aus. Zum Vergleich: Bei den Großverdienern mit mehr als 3.500 Euro pro Monat sind es 73 Prozent, die sagen: „Zuhause ist da, wo Menschen leben, die mir am liebsten sind.” Ein Grund könnte sein, dass Geld zwar nicht glücklich macht, aber eine Sicherheit bietet, die es erlaubt, das Zusammenleben mit der Familie mehr zu genießen und die Verantwortung besser tragen zu können. Ähnlich relevant ist allerdings bei diesen beiden Gruppen der Wohlfühlfaktor mit 59 Prozent bzw. 62 Prozent.

Berufstätig

„My Home, my Family“ heißt es auch bei den Berufstätigen: 74 Prozent verbinden mit einem schönen Zuhause ihre Liebsten. Was kann es Schöneres geben, als nach einem anstrengenden Arbeitstag heim zur Familie zu kommen? Einen Abend im Kreise von vertrauten Menschen lässt den Alltagsstress schnell vergessen und sorgt für wohltuende Entspannung. So ist es auch mehr als der Hälfte (55 %) der Berufstätigen wichtig, sich zu Hause wohlzufühlen. Diesen Faktor beurteilen Menschen, die nicht
arbeiten, sogar noch höher (60 %). Was kein Wunder ist, da sie ja deutlich mehr Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen. Allerdings sind nur 59 Prozent dieser Gruppe das Zusammenleben mit vertrauten Menschen eine Bedingung, um sich zu Hause zu fühlen.

Region

Interessant ist auch ein Blick auf die Regionen: So wird die Gemeinschaft vor allem im Saarland (95 %) großgeschrieben. Aber auch in einigen ostdeutschen Bundesländern gehören die Liebsten zum Glücklichsein dazu: In Mecklenburg-Vorpommern (87 %), Brandenburg (81 %) und Sachsen (78 %) machen geliebte Partner und Freunde das Leben und damit auch das Zuhause erst lebens- bzw. liebenswert.

Dennoch ist der Unterschied insgesamt zwischen Ost (70 %) und West (67 %) nur marginal, wenn es um die hohe Bedeutung von Gemeinschaften mit geliebten Menschen geht. Schlusslichter bei diesem Thema bilden Berlin und Sachsen-Anhalt. In einer Großstadt mit über 3,5 Mio. Einwohnern verliert sich das Nestgefühl und es geht oftmals anders zu als in der ländlichen Heimat. Hier kommen viele Kulturen, Menschen und Wünsche zusammen. Auch wenn es bundesweit gesehen wenig sind, verbinden immerhin noch 51 Prozent mit ihrem „Zuhause” in der City das Zusammenleben mit Freunden und den Liebsten und 58 Prozent möchten sich einfach nur wohlfühlen.

Ganz anders als in der Hauptstadt ist die Situation in Sachsen-Anhalt: Das strukturschwache Land verbucht seit der Wiedervereinigung einen starken Bevölkerungsrückgang, was sicherlich auch manche Familien auseinandergerissen hat, so dass in dieser Region das Gefühl von Heimat stark auf die Probe gestellt wurde. Weniger als Hälfte (48 %) verbinden Zuhause mit ihren Liebsten, während 63 Prozent sagen „Zuhause ist dort, wo ich mich wohlfühle”. Allerdings gehört in Sachsen-Anhalt der Wohnort für 51 Prozent als entscheidender Faktor zum Zuhausefühlen dazu. In der Multikulti-Großstadt Berlin empfinden das indes nur 28 Prozent. Die größten Wohlfühlfans sitzen aber im Norden der Republik: Bremen (94 %) und Hamburg (73 %) rangieren ganz vorn, wenn es um behagliches Kuschel-Feeling im Heim geht. 


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